Was ist ... Angst?

  • Generell eine Frage der Perspektive – es kommt drauf an, wer fragt
  • Aus natürlicher Sicht ein biologisch überlebenswichtiges Gefühl
    • eine gesunde Reaktion auf eine bedrohliche Situation
    • „fight – flight - freeze“  bzw.  „Kampf – Flucht – Erstarrung“
  • Aus Sicht der Schulmedizin
    • ein Symptom einer psychischen oder körperlichen Störung
    • in einem internationalen Diagnoseschlüssel detailliert benannt und beschrieben
  • Energetisch betrachtet
    • etwas, das dein Leben kleiner und enger macht, weil die Angst dich von dem abhält, was du gerne tun möchtest, z.B.
      • mit einem Flugzeug in den Urlaub fliegen
      • auf eine große Veranstaltung mit vielen Menschen gehen (Theater, Konzert etc.)
      • Urlaub in Australien, wo es viele Insekten und gefährliche Tiere gibt
      • im Schwimmbad vom 10-Meter-Brett zu springen
  • Aus meiner Sicht ist Angst meist eine Ablenkung von dem, was wirklich in dir steckt 

Hat mal jemand zu dir gesagt:

„Nun stell dich nicht so an.“

„Sei doch kein Angsthase.“

„Das schaffst du eh nicht.“

 

Mir wurde das oft gesagt.

Getraut hab ich mich dann gar nicht mehr.

Hab lieber weiter vermieden und bewältigt.

 

Nichts ist falsch daran, Angst zu haben.

Was wäre aber, wenn es nicht nur um Bewältigungsstrategien ginge?

  • dann fahre ich stattdessen eben mit dem Auto in den Urlaub,
  • kaufe ich mir von meiner Lieblingsband eben eine CD,
  • suche ich mir ein Urlaubsziel, wo es nicht so viele gefährliche Tiere gibt,
  • springe ich eben nicht vom 10-Meter-Brett springen, wofür soll das überhaupt wichtig sein?

Hat dir mal jemand gesagt, dass du deine Angst hinterfragen kannst?

Das sollten wir in jedem Fall immer tun!

Egal, wie groß oder klein die Angst, die Sorgen oder der Stress sein mag.

 

Man muss also seine Angst nicht als Faktum, als echt und real hinnehmen und akzeptieren?

Genau das.

Du betrachtest es nicht als endgültig.

Auch wenn es vielleicht gerade so echt anspürt.

 

Von hier aus kannst du deine Angst hinterfragen.

  • Was ist das überhaupt, das ich Angst nenne?
  • Was ist das hier gerade für mich?
  • Woher weiß ich überhaupt, dass ich Angst habe?
  • Vielleicht hat man mir mal gesagt, Herzklopfen muss Angst sein?

Diese Definitionen haben wir gelernt.

Wir tragen sie als feste Ansichten mit uns durch unser Leben.

Sobald wir anfangen, zu hinterfragen, gelangen wir zu etwas anderem.

 

Ich arbeite seit fast 15 Jahren mit Menschen, die Ängste haben.

Die unter einer oder mehreren Angststörungen leiden.

Phobien haben.

Panikattacken kriegen.

Dingen im Leben aus dem Weg gehen und sie (vorsichtshalber) konsequent meiden.

 

Ist erstmal eine Angst da, gesellen sich über die Jahre meistens noch mehr dazu.

Viele von diesen Menschen leben schon Jahre oder gar Jahrzehnte damit.

Haben sich damit abgefunden.

Arrangiert.

Haben sich an das „Nein-sagen“ gewöhnt.

An das Verzichten.

Und auch auf die Freude.

 

Sie tun das alles, um ihre Symptome zu vermeiden: wie z.B.

·       Schwitzen, Herzklopfen, Atemnot, Erstickungsgefühle

·       ständige Nervosität, Zittern, Muskelspannung, Schwindel

·       bis hin zu schweren Panikattacken

 

Irgendwann kommt oft noch die Angst vor der Angst dazu.

Kopf und Körper sind dann fast immer in Hab-Acht-Stellung.

In Alarmbereitschaft.

Auch nachts.

Es könnte etwas Schlimmes passieren.

 

Glaub mir.

Glaub mir nicht.

Nach all diesen Jahren und all diesen zauberhaften Menschen, die die Hoffnung zum Glück nicht komplett aufgegeben haben und bei mir landeten, weiß ich:

  • Angst muss nicht bleiben.
  • Das kann sich verändern.
  • Es gibt eine andere Perspektive.

Vor vielen Jahren bekam ich zum Geburtstag einen Paragliding-Flug am Tegernsee geschenkt.

Ja, ich hatte Angst.

Höhe war und ist nicht so meins.

Wollte das erst nicht machen.

Wollte das Geschenk aber nicht ablehnen.

Hoffte heimlich lange, das dass Wetter zu schlecht dafür sein würde.

Oder dass ich irgendwie krank werden würde.

Alles nur, dass ist das nicht machen muss.

 

Irgendwann machte es klick.

Ich wechselte meine Perspektive.

Ich hatte Werkzeuge, die ich benutzen konnte.

Und ich benutzte sie.

Es wurde leichter.

Ein neues Gefühl kam: Aufregung.

Spürte sich super ähnlich an wie die Angst!

 

Wusstest du, dass die Biochemie im Körper bei Angst und Aufregung absolut dieselbe ist?

 

Ich trat also den Tandemflug mit einem erfahrenen Piloten an.

Am Ende war es eins der schönsten Dinge, die ich bisher gemacht habe.

Ich fühlte mich so lebendig. So frei.

Als ich voller Freude von weit oben einen Fuchs sah, der unten durch den Wald lief, sagte der Pilot zu mir: „Wenn du diesen Fuchs da unten sehen kannst, kannst du keine Angst haben.“

Danke.

 

Heute weiß ich, dass meine Angst vor vielen Dingen mich meistens davon abgehalten hat, darüber hinaus zu gehen.

Meine Handbremse zu lösen.

Etwas Neues zu erleben.

Endlich mehr Spaß und mehr Freude zu haben.

 

Etwas Anderes ist verfügbar.

 

Zu oft habe ich diese Veränderung schon begleiten dürfen.

Danke für jeden einzelnen Menschen, der nach dieser Veränderung gefragt hat.

 

Fragst du nach Veränderung?

Melde dich, wenn du mehr wissen willst.

Wenn du raus aus deinem Gefängnis möchtest.

Es ist einfacher, als dein Verstand denkt.

 

Mehr Inspiration in einem Gespräch mit Susanna Mittermaier: 

"Ist Angst normal?"

 

Herzliche Grüße

Katharina

 

Das Leben darf einfach sein. 

 

 

Quelle Bild: https://www.psychology.hu-berlin.de/de/prof/the/aktuelles/angst